Besuch im Bürgerpark Holdorf
Unser Vorstand war zu Gast im neuen Heimathaus des Heimatvereins Holdorf
Garrel, Holdorf - 14.11.2025 | Die Gemeinde Holdorf im Süden des Landkreises Vechta hat kräftig in die Errichtung eines Bürgerparks investiert. Die Bauarbeiten sind – vor allem im Außenbereich – noch nicht ganz abgeschlossen, aber bereits jetzt ist die Anlage ein echtes Schmuckstück für den Ort.
Eva-Maria Junker-Schlarmann, Vorsitzende des Heimatvereins Holdorf, Günter Horstmann, Leiter des Archivs und Monika Thölking, zuständig für Familienforschung (und Mitreisende bei unserer zweiten Tour durch die USA) begrüßten uns herzlich bei Kaffee, Tee und leckerem selbstgemachten Kuchen und stellten uns anschließend das Konzept des Bürgerparks vor.
Der Bürgerpark Holdorf besteht zunächst aus der translozierten Hofstelle Münzebrock aus Holdorf, bestehend aus Haupthaus und Remise. „Transloziert“ bedeutet, dass beide Gebäude sorgfältig abgebaut und anschließend am jetzigen Standort wieder aufgebaut wurden. Dabei wurden so weit wie möglich die bestehenden Bauteile und vor allem das Ständerwerk aus Eiche wiederverwendet. Die Tragfähigkeit der etwa 350 Jahre alten Balken und Stützen wurde durch Stahlbauteile ergänzt und verbessert. Auch wurden beide Gebäudeteile energetisch auf den modernsten Stand gebracht; gleichzeitig wurden historische Bauverfahren wieder aufgegriffen: So sind zum Beispiel Wandheizungen in die Wände integriert, die wiederum mit Lehm verputzt wurden.
Die ehemalige Remise dient dem Heimatverein jetzt als Heimathaus mit großem Gäste- / Besprechungsraum und angrenzender Küche sowie einigen Büroräumen. Das Haupthaus steht als Bürgerhaus für Ausstellungen, Vorträge, Theateraufführungen und vieles Mehr den Vereinen aus Holdorf sowie dem Heimatverein zur Verfügung; hier ist unter anderem ein größerer Saal für etwa 200 Gäste entstanden. Auch ist hier ein sehr schönes Trauzimmer eingerichtet worden, das bereits nach kürzester Zeit dem Trauzimmer im Rathaus den Rang abgelaufen hat.
Vor den beiden Gebäuden entsteht zurzeit ein geräumiger Platz mit Spielflächen für Schach, Mühle und „Hinke-Pinke“ sowie ein kleines Amphitheater. Zu dem Areal gehören außerdem noch ein Brunnen und ein Backhaus. Hinter den Gebäuden befindet sich eine Pferdewiese, die in eine weitläufige Parkanlage umgewandelt wird. Geplant ist die Errichtung eines inklusiven Spielplatzes, eines Free-Running-Parcours und eines Schulgartens, der von der angrenzenden Georg-Kerschensteiner-Oberschule genutzt werden soll.
Angeschoben wurde das Mammutprojekt durch Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug, nachdem die Gemeinde die Hofstelle im Jahre 2015 erworben hatte. Die förderfähigen Kosten des Bauvorhabens wurden zu etwa zwei Dritteln über das Städtebauproramm „Lebendige Zentren“ bezuschusst. Und genau das soll es auch werden, so betonte es Eva-Maria Junker-Schlarmann: ein lebendiges Gemeindezentrum, das als Begegnungsort für die ganze Gemeinde Holdorf dienen soll.
Der Heimatverein Garrel bedankt sich herzlich für den schönen und informativen Nachmittag und freut sich schon auf einen Gegenbesuch!
Übrigens: Sie können dem Heimatverein Holdorf hier einen virtuellen Besuch abstatten!
Text und Fotos: Wolfgang Tönnies











