US-Amerikaner besuchen "Amerika"

Garreler Heimatverein begrüßt Gäste aus den Staaten

Garrel | Kaum war die Reisegruppe des Garreler Heimatvereins von ihrer Tour „Garrel goes America 2“ zurück, da hieß es schon wieder: „Willkommen, liebe Freunde aus Ohio!“ Nur wenige Tage nach ihrer Rückkehr empfingen die Garreler eine Besuchergruppe aus den USA, die an einem ganz besonderen Ort Station machte – im kleinen „Amerika“ in Garrel.

Der Besuch hat inzwischen Tradition: Schon 2023 war eine große Delegation aus Ohio zu Gast. Organisiert wurde die Tour in diesem Jahr von Mark Poeppelman, der mit dem Motto „Germany Ancestral Trip“ bewusst die Wurzeln in den Vordergrund stellt. Alle Teilnehmenden haben deutsche Vorfahren, viele davon stammen aus dem Oldenburger Münsterland. So ist die Reise nicht nur eine touristische Rundfahrt, sondern auch eine Spurensuche in der eigenen Familiengeschichte.

Die Reisegruppe aus Ohio gemeinsam mit (von links) Agnes Meyer, Maria Blömer und Günter Buschenlange vom Heimatverein Garrel am Amerikastein - ein Symbol der lebendigen transatlantischen Freundschaft.

In „Amerika“ mit seinem Amerikastein begrüßte Heimatvereinsvorsitzender Günter Buschenlange die Gäste. „Einige der Besucher haben wir eine Woche zuvor erst in Cincinnati getroffen und verabschiedeten uns dort mit den Worten: „Dann bis nächste Woche in unserem Amerika…“, erzählte er mit einem Schmunzeln. Neben Garrel standen auch Bremerhaven, Bremen und Münster auf dem Programm – Städte, die einst Namensgeber für gleichnamige Orte in Ohio waren. Doch trotz der Vielfalt an Besichtigungen blieb für viele Gäste das persönliche Miteinander das prägendste Erlebnis. „Der Austausch und das Gespräch mit den deutschen Familien und Gastgebern war das Schönste und Beste der Reise“, resümierten die Teilnehmer.

Günter erklärt den interessierten Gästen aus Ohio, warum es auch in Garrel ein Amerika gibt
Vor einer Woche auf dem Oktoberfest in Cincinnati - schon heute ein Wiedersehen in Garrel

Quelle: Münsterländische Tageszeitung vom 09.10.2025

Text: Yvonne Högemann (MT)

Fotos: Wolfgang Tönnies