Kohlfahrt nach New York
Mit dem Bollerwagen durch den Central Park - Eine Woche im Big Apple vom 15. bis 21. Januar 2026
Mit einer 27-köpfigen Reisegruppe folgt der Heimatverein Garrel e.V. einer Einladung des „Plattdüütschen Volksfestvereen of New York and New Jersey“ und nimmt am traditionellen Grünkohlessen in New York teil. Der Volksfestvereen veranstaltet jedes Jahr mehrere Events in New York, unter anderem auch die berühmte „German-American Steuben Parade“, die jedes Jahr im September stattfindet und an der auch schon Gruppen aus unserer Region teilgenommen haben. Die Parade zelebriert die deutsch-amerikanische Freundschaft und ehrt die Beiträge und das Erbe der deutschstämmigen Einwanderer in den Vereinigten Staaten. Sie wurde benannt nach dem preußischen Offizier Friedrich Wilhelm von Steuben, der eine entscheidende Rolle bei der Ausbildung der Kontinentalarmee während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. Ein weiteres, typisch südoldenburgisches Kulturgut steht im Januar auf dem Programm, wenn der Grünkohl - sowohl in den USA als auch im OM - den ersten Frost überstanden hat: Zeit, den Bollerwagen rauszuholen und auf Kohltour zu gehen! Der wesentliche Unterschied: die Anreise zur Kohltour ist ein wenig länger...
16. Januar 2026

Dank der großzügigen Hilfe des Managers bekamen wir trotz ausverkaufter Vorstellung doch noch Tickets, sogar Logenplätze mit eigenem Eingang! Es hat sich gelohnt: es gab eine fantastische Aufführung mit einer atemberaubenden Choreografie. Die Vorstellung dauerte fast 3,5 Stunden, inklusive einer Pause. Ein unglaubliches Erlebnis!
George Gershwins Oper „Porgy and Bess“ (1935) spielt in den 1920er Jahren in der fiktiven afroamerikanischen Siedlung Catfish Row in Charleston, South Carolina. Die Oper gilt als ein Meisterwerk der amerikanischen Musikgeschichte, da sie Jazz-, Blues- und Gospel-Elemente mit klassischer Oper verbindet. Das bekannteste Lied der Oper ist die Arie „Summertime“. Die Produktion ist dieser Spielzeit 2025/26 wieder auf der Bühne zu sehen.
17. Januar 2026
Übrigens: die "New York Police Department Mounted Unit" wurde bereits 1871 gegründet und ist eine der ältesten Spezialeinheiten des Departments. Ursprünglich diente sie zur Kontrolle von außer Kontrolle geratenen Kutschpferden. Die berittene Polizei fungiert heute auch als wichtiger „Sympathieträger“ und Botschafter der Stadt. Die Pferde dienen oft als Eisbrecher für Gespräche zwischen Touristen, Einheimischen und der Polizei, was das Sicherheitsgefühl stärkt und die Polizei nahbarer macht. Natürlich hat die Mounted Unit auch "handfeste" Aufgaben: Pferde sind bei Demonstrationen oder Großveranstaltungen (z. B. Konzerten im Park) äußerst effektiv. Ein einziges berittenes Team kann die Arbeit von etwa zehn Polizisten zu Fuß leisten, da die Größe der Tiere Respekt einflößen und Menschenmengen sanft, aber bestimmt lenken können. Der Central Park umfasst zudem viele Bereiche, die für Autos unzugänglich oder zu eng sind, wie die „North Woods“ oder schmale Fußwege. Pferde können diese Pfade schneller und umweltfreundlicher befahren als motorisierte Fahrzeuge und dabei Hindernisse wie Treppen oder Baumstämme leicht überwinden. Zu guter Letzt sind berittene Polizisten für Hilfesuchende (z. B. bei vermissten Kindern) im häufig dichten Parkgedränge sofort sichtbar.
18. Januar 2026
19. Januar 2026
Nach dem Grünkohlwochenende ist mit der Königskrönung von Günter Buschenlange und Rita van Döllen-Mokros (aus Oldenburg) der "offizielle Teil" der Reise vorbei. Doch New York ist groß und es gibt noch so viel zu entdecken! Für den Heimatverein fällt die Auswahl aber leicht, denn der Besuch im Statue of Liberty National Monument ist ein Pflichttermin. Es besteht zum einen aus dem National Museum of Immigration (ehemalige Einwanderungsstation) auf Ellis Island und zum anderen aus der berühmten Freiheitsstatue, die etwa 1,2 Kilometer entfernt auf Liberty Island erbaut wurde. Beide Inseln sind nur per Fähre vom Battery Park (Manhattan) oder Liberty State Park (New Jersey) erreichbar. Insbesondere Ellis Island hat eine außerordentliche historische Bedeutung: oft als „Insel der Hoffnung“ oder „Insel der Tränen“ bezeichnet, war hier zwischen 1892 und 1954 die zentrale Einwanderungsstation der USA. Über 12 Millionen Menschen betraten hier erstmals amerikanischen Boden in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Schätzungsweise 40 % aller heutigen US-Bürger haben Vorfahren, die über Ellis Island eingewandert sind. Obwohl die Insel auch als „Insel der Tränen“ bekannt war (wegen der Angst vor Abschiebung), wurden letztlich nur etwa 2 % der Einreisenden abgelehnt.
20. Januar 2026
Am letzten Reisetag reicht die Zeit noch für einen Spaziergang zum immer sehr belebten Times Square, bevor es am Nachmittag zum Flughafen und wieder zurück nach Hause geht. Eine ereignisreiche und tolle Woche ist viel zu schnell vorbeigegangen!
Text: Günter Buschenlange & Wolfgang Tönnies
Fotos: Günter Buschenlange; Google











































